Avocado auf Toast zum Frühstück, als Topping auf Bowls oder verarbeitet zu Guacamole. Avocado ist der momentane Foodtrend schlechthin und gilt als wahres Wundermittel. Alle neuen, hippen Restaurants werben auf Flyern und unter jedem Instagrampost mit dem Hashtag #healthy. Damit nutzen sie den momentanen gesunden Lifestyletrend als Werbemagnet. Gleichzeitig müssen sie aber versuchen, sich irgendwie von den anderen Restaurants, die diesen Trend ebenso entdeckt haben, abzuheben. Das Resultat ist dann die berühmt berüchtigte Avocado, die quasi als MUSS auf die Karte gesetzt wird. Schließlich erfreut sich die Frucht ja so großer Beliebtheit, dass die Supermärkte kaum hinterherkommen, ihre Regale wieder mit dem “Nährstoffwunder”zu befüllen.

Aber was ist da eigentlich dran, an den Gerüchten über die Avocado? Ist sie tatsächlich ein Wundermittel oder zählt das alles doch nur als Marketinggag? Und noch viel wichtiger: Wie wurde aus einer vorher nahezu unbekannten Frucht DAS Superfood unserer Generation?

Alles was du über Avocados wissen solltest

Die Avocado gilt als Beere und zählt daher auch zu den Früchten – nicht, wie von vielen angenommen, zum Gemüse. Angebaut wird das “Wundermittel” hauptsächlich in Mexiko. Hier haben die Mexikaner es schon vor 10.000 Jahren als nährstoffreiche Ernährungsbasis entdeckt. Deshalb ist das sogenannte Superfood Avocado aus der Tex-Mex Küche auch nicht mehr wegzudenken. Aber auch Peru, Chile, der kalifornische Süden der USA und seit dem letzten Jahrhundert auch europäische Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland bauen Avocadobäume in Massen an. Genau deshalb gibt es auch so gesehen keine Avocadosaison – viel mehr ist immer Avocadosaison. Aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ihrer Anbauländer ist sie das ganze Jahr zu haben. Zudem kann sie sogar unreif geerntet werden! 

Von den 400 verschiedenen Sorten, die es eigentlich gibt, sind uns als Endverbraucher meist aber nur zwei bekannt. Da gibt es die Sorte “Fuerte”, die birnenartig geformt ist, eine grüne Schale besitzt und deren Ursprung in Mexiko liegt. Die zweite Sorte „Hass“ (ja sie heißt tatsächlich so), besitzt als Merkmale eine eher schwarz-grüne Schale und eine runde Form.

Die Nährstoffbilanz des Wundermittels

Das Superfood Avocado enthält mit 15 g pro 100 g deutlich mehr Fett und Kilokalorien als andere Obst- oder Gemüsesorten. Für Sportler oder Diätaktive unter euch klingt das wahrscheinlich erstmal nicht so optimal. Bevor ihr jetzt aber verzweifelt eure Avocadosammlung an den Nachbarn verschenkt, kommt hier die gute Nachricht: Fett an sich ist keine schlechte Sache! Vor allem weil das Superfood  gleich alle vier fettlöslichen Vitamine (die Vitamine A,D,E,K) enthält. Die kann der Körper nämlich aufgrund des hohen Fettgehalts wunderbar speichern. Das Wundermittel strotzt also nur so vor ungesättigten Fettsäuren , die sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel auswirken.

Darüber hinaus bietet die Avocado jede Menge Kalium, welches hilft den Blutdruck zu senken. Hier schlägt sie sogar die als Kalium-Lieferant bekannte Banane. Das Fruchtfleisch des Verkaufsschlagers bietet also wirklich eine Menge Gutes und ist ohne Frage richtig gesund.

Avocado als Alleskönner

Unter all diesen Gesichtspunkten scheint die Avocado sich also ganz klar als Superfood zu beweisen. Aufgrund ihrer cremigen Konsistenz und ihrer leicht nussigen Geschmacksnote ist die Avocado nämlich auch noch super variabel. Sie passt  im Grunde zu jedem Gericht und sogar auf dem Brot schmeckt die sogenannte Butterfrucht wunderbar lecker.

Wenn ihr genauso große Fans von der Avocado seid wie wir, dann klickt euch unbedingt durch unsere Rezepte. Hier findet ihr von unserer Frühstücksavocado bis hin zur Grizzly UMAMI Guacamole jede Menge Inspiration.

Rezeptfotos von Grizzly Kitchen