Imbissbuden, Verkaufsstände und Restaurants so weit das Auge reicht. Märkte, auf denen sich Minze und Koriander zu grünen Gebirgen auftürmen. Gerüche, die unsere Sinne in eine nahezu magische Welt entführen. Das ist der Charme Tel Aviv’s. Der Stadt die bekanntlich niemals schläft. Wer schon mal dort war, weiß Bescheid –  Tel Aviv ist ein Paradies für Foodlover, kreative Köpfe und für alle, die gerne kulinarische Traditionen erleben. Kein Wunder also, dass die die Levante-Küche von Tel Aviv aus Europa erobert. Denn es sind die israelischen Köche, die innovativ und unideologisch mit Zutaten umgehen und damit Gerichte erschaffen, die überraschen, verwöhnen und überzeugen. Aber moment mal – was ist dieses Levante eigentlich, von dem zurzeit alle sprechen?

Was ist Levante?

Levante steht sinnbildlich für die Länder der aufgehenden Sonne. Rein geografisch sind damit alle Länder gemeint, die an das östliche Mittelmeer grenzen. Also Israel, Syrien, Libanon, Jordanien und Palästina. Als Levante Küche bezeichnet man dann die traditionelle Küche dieser Region. Im Zentrum steht sonnengereiftes Gemüse, Hülsenfrüchte, jede Menge aromatische Gewürze und dazu eher Fisch als Fleisch. Dabei ist die Levante Küche eine Esskultur des Teilens, der Geselligkeit und der Fusion von kulturellen Gegensätzen.

Besonders großen Einfluss auf den Siegeszug der Levante hatte die junge israelische Küche, die seit geraumer Zeit in regem Austausch mit arabischen Händlern steht. Folglich haben israelische Köche sich von den aromatischen, hochwertigen Lebensmitteln der Araber inspirieren lassen und eigene Kreationen in die Welt getragen. Deshalb bekommt man heute auch ganz selbstverständlich zu jeder israelischen Falafel am Imbiss auch frischen arabischen Hummus.

Was gehört in die Levante Küche?

Im Mittelpunkt der von uns so geliebten Cuisine steht ganz klar frisches Gemüse. Davon unbedingt ganz viel – schließlich muss man es ausnutzen, täglich sein frisches Gemüse auf dem Markt nebenan zu kaufen, oder? Besonders oft werden zum Beispiel Aubergine oder Blumenkohl zu leckeren Dips verarbeitet, die sich mit den richtigen Gewürzen an sehr viel mehr Beliebtheit erfreuen, als sie es bei uns in der Heimat tun.

Aber Gemüse alleine wäre wohl zu langweilig, weshalb die levantinische Küche sich oft auch an Hülsenfrüchten wie Kichererbsen bedient, die entweder gekocht und in Öl und Knoblauch mariniert sind oder zu Hummus zermahlen und mit Tahini gewürzt werden. Wenn einem da nicht das Wasser im Mund zusammen läuft… Weil die Levante Küche gerade so von wilden Kontrasten sprudelt, kombiniert sie außerdem diese frischen Komponenten mit warmen Gewürzen und fernöstlichen Kräutern, die neue Aromen und Geschmackserlebnisse bieten, die wir so aus unserer Region gar nicht kennen.

Die wichtigsten Gewürze in der Levante

Eins steht jedenfalls fest: Langeweile kann man der levantinischen Küche nicht nachsagen. Im Gegenteil – durch die aufregenden Gewürze wird jedes Gericht zur Sensation. Dafür arbeitet man mit Mischungen aus bis zu 20 verschiedenen Zutaten, die sich natürlich auch außerhalb von Mezze und Co einsetzen lassen. Und glaubt uns ruhig, wenn wir sagen, dass man sich da wirklich austoben kann. Ob fruchtig, scharf oder sauer – alles ist erlaubt. Besonders beliebte Gewürze der Levante Küche sind Kardamom, Sumach, Kumin, Safran, aber auch Gewürzmischungen wie Baharat, Zatar oder Harissa werden regelmäßig verwendet. Hier stellen wir euch mal die Interessantesten vor:

Sumach

Sumach besteht aus den getrockneten und geschroteten Früchten des Sumach-Strauches. Es hat einen fruchtigen, leicht herben und säuerlichen Geschmack wird gern zum Nachwürzen verwendet.

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Harissa

Scharf, aber lecker! Die Gewürzmischung stammt aus Nordafrika und hat als wichtigste Zutaten Chiliflocken, Koriander, Knoblauch, Paprikapulver und Kreuzkümmel.

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Kardamom

Kardamom gilt als eines der wertvollsten Gewürze der Welt. Die kleinen grünen Kapseln schmecken würzig-süßlich, etwas scharf und habe eine warme Note

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Baharat

Baharat besteht aus Paprika, Chili, Pfeffer, Koriander und Knoblauch. Die leicht süßliche Note verleiht Sternanis, Nelke und Sumach. Kumin und Kardamom sorgen dabei für eine warme Hintergrund-Würze.

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Levante auch für Zuhause

Wenn ihr – genau wie wir – jetzt schon Fan von der Levante Küche seid, dann haben wir direkt ein paar geile Rezeptideen für euch. Ganz ruhig, ganz ruhig, alle sind super easy und im Handumdrehen zubereitet. By the way, als wäre das noch nicht geil genug, ist die Mittelmeerkost super nährstoffreich, verzichtet auf Verarbeitetes und verwendet kaum Zucker und rotes Fleisch. Fast zu schön um wahr zu sein, oder? Nein, glaub’s ruhig!