“Lass das mal bei ’nem Tee besprechen”. Bei dem Satz erwartet man normalerweise kein angenehmes Gespräch. Tee hat einfach ein nicht all zu positives Image und ist eher was für Ältere. Wer Tee trinkt, braucht was zur Beruhigung oder ist krank. Seit der Chai Tea Welle gibt es einen klaren Umbruch. Tee ist hip und modern. Der Trend geht weg von zuckerüberladenen Fertig-Eistees, hin zu „Selfmade/ Homemade Teas“! Auch der Cold Brew Tea erlebt seinen Aufschwung. Wir haben fünf verschiedene kalte Klassiker, die euch einen Einblick in die Teeviefalt geben sollen.

Unser Cold Brew Tea Grundrezept kennt ihr vielleicht schon. Dann wisst ihr womöglich auch, dass mit der Entscheidung über die Teesorte, sich unglaublich viele Fragen auftuen und ihr unglaublich viele Möglichkeiten habt, wie ihr den Tee weiter personalisieren könnt. Aus diesem Grund liefern wir euch fünf unterschiedliche Rezeptidee, die euch ein bisschen inspirieren sollen.

Wir fangen mit einem echten Wachmacher unter den Cold Brew Teas an.

Schwarztee und die üblichen Verdächtigen

Ob Darjeeling, Assam, Earl Grey oder chinesischer Schwarztee; mit der Qual der Wahl minimiert ihr ja meist die sozial akzeptierten Kombinationsmöglichkeiten aus Zitrone und Milch. Wir sind hier keine Tee-Connaisseurs, deshalb kombinieren wir, was uns schmeckt. Besonders ein sehr blumiger Schwarztee wie Darjeeling und kalte Milch sind einfach a match made in food heaven.

Für einen Cold Brew Darjeeling braucht ihr:

  • 250 ml kaltes, gefiltertes Wasser
  • etwas Milch bis 25 ml, je nach Geschmack
  • 3 Tl Darjeeling
  1. Tee und Wasser über Nacht oder ca. 10 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  2. Anschließend das Cold Brew Tea – Extrakt filtern und anschließend mit Milch aufgießen.

Durch das kalte Wasser werden weniger Bitterstoffe aus dem Schwarztee gelöst, weswegen er ein noch sanfteres Aroma entfaltet. Vorsicht ist bei der Wirkung geboten. Wie auch beim Cold Brew Coffee wirkt das Koffein hier stärker. Eventuell also etwas mehr Milch verwenden.

Chai Latte als Cold Brew

Generell würden wir für einen heißen Chai Latte, Chai Coffee oder sonstige Kombinationen niemals fertiges Pulver oder Sirup verwenden. Erstens ist da viel zu viel Zucker drin und zweitens schmeckt das einfach nicht nach dem, wonach ein Chai schmecken sollte: Nämlich nach Gewürzen.

Ob ihr jetzt frische Gewürze verwendet oder auf die pulverisierten Vertreter zurückgreift, bleibt euch überlassen.

Für unseren Cold Brew Chai Latte braucht ihr:

  • 150 ml kaltes, gefiltertes Wasser
  • 150 ml Milch eurer Wahl
  • 3 TL Schwarztee eurer Wahl (ich bevorzuge eine kräftigen Earl Grey)
  • 1 Stange Zimt oder 2 TL Zimtpulver
  • 2 Nelken oder ¼ TL Nelkenpulver
  • 2 Kardamomkapseln oder ¼ TL Kardamompulver
  • 1 Scheibe Ingwer (⌀ 1 cm und ca. 2 mm dick) oder ½ TL Ingwerpulver
  1. Milch, Wasser und Gewürze in ein verschließbares Gefäß geben und ein-zweimal umrühren, damit alles gut mit Flüssigkeit bedeckt ist.
  2. Ca. 10 Stunden Kühlschrank ziehen lassen.
  3. Wenn ihr die Gewürze im Ganzen verwendet, dann reicht es, wenn ihr euer Extrakt durch ein normales Sieb filtert.
  4. Wenn ihr Gewürze in Pulverform verwendet habt, benutzt einen Kaffeefilter, um das Pulver rausfiltern zu können.

Hier gilt wie beim Cold Brew Darjeeling, Vorsicht bezüglich der Koffeinwirkung!

Nun zwei Variationen mit grünen Blättern.

Cold Brew Teas zum Entgiften…

Grüner Tee wird gerne verwendet, um den Körper zu entgiften und mit sich ins Reine zu kommen. Dabei kann Ingwer unterstützend wirken, wieso also nicht zusammen trinken?

Für einen Cold Brew Green Tea braucht ihr:

  • 300 ml kaltes und gefiltertes Wasser
  • 3 TL Grüner Tee oder 2 Teebeutel
  • 2 Scheiben Ingwer (⌀ 1 cm und ca. 2 mm dick)
  • 3 EL Zitronensaft (frisch gepresst > aus der Flasche)
  1. Wie Cold Brew Tea zubereiten und ebenfalls ca. 10 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  2. Danach wie gewohnt filtern und genießen.

Falls ihr noch ein bisschen experimentieren wollt, lasst euren Grünen Tee zusätzlich zum Ingwer noch mit zwei Stängeln Koriander durchziehen – super erfrischend im Sommer.

…und für Cleansings

Nicht nur grüner Tee, auch Pfefferminz- oder Brennnesseltees werden gerne zum Entgiften und für Cleansing-Kuren verwendet. Damit euch das auf Dauer geschmacklich nicht zu langweilig wird, zeigen wir euch hier ein Rezept für Experimentierfreudige.

Für einen Cold Brew Cleanse Tea

  • 300 ml kaltes, gefiltertes Wasser
  • 2 TL Brennnesseltee
  • 1 TL Pfefferminztee
  • Eine Prise gemahlene Chilliflocken
  1. Brennnesseltee, Pfefferminztee und die Prise Chilliflocken mit kaltem Wasser übergießen und ca. 10 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
  2. Filtern und Genießen!

Die Schärfe der Chili fordert eure Geschmacksnerven heraus. Durch das kalte Wasser wird aber auch das Aroma von Brennnessel und Pfefferminz intensiviert.

Zum Abschluss unserer Cold Brew Teas darf natürlich ein Früchtetee nicht fehlen.

Wer es gerne fruchtig liebt

Sofern ihr Früchtetee habt, der nicht mit heißem Wasser aufgegossen werden muss, um ein sicheres Lebensmittel zu erhalten, könnt ihr damit Cold Brew Tea ansetzen. Alternativ könnt ihr den Tee auch erst mit heißem Wasser übergießen, damit das heiße Wasser die Bakterien abtöten kann, und anschließend mit kaltem Wasser aufgießen, um Cold Brew Tea zuzubereiten.

Für euren Cold Brew Fruit Tea braucht ihr:

  • 250 ml kaltes, gefiltertes Wasser
  • 50 ml roter Saft
  • 3 TL Früchtetee (loser > Teebeutel)
  • Eiswürfel mit Beeren
  • Eine Prise gemahlene Chilliflocken
  1. Den Früchtetee mit kaltem Wasser übergießen und ca. 10 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
  2. Eiswürfel zubereiten. Dafür frische Beeren (Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren…) in eine Eiswürfelform geben, mit Wasser übergießen und ins Gefrierfach geben.
  3. Cold Brew Tea – Extrakt filtern, mit roten Saft aufgießen und mit Eiswürfeln servieren.

Viel Spaß beim Durchprobieren unserer fünf Cold Brew Teas. Wir hoffen, ihr seid jetzt inspiriert und werdet selbst kreativ.

Dripster – Der andere Teegenuss

Mit dem Dripster könnt ihr euch super schnell guten Tee machen. Dadurch, dass der Tee mit kaltem Wasser zubereitet wird, ist er noch aromatischer!

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Foto von Grizzly Kitchen