Sushi ohne Wasabi? Kaum vorstellbar! Was absurd klingt, ist allerdings leider häufiger Realität als man denkt: Denn in mehr als 95 Prozent aller Sushi-Restaurants wird euch statt dem scharfen Wurzelgemüse nämlich eine billige Kopie serviert. Bei der handelt es sich lediglich um einen billigen, gemahlenen Meerrettich, gemischt mit japanischem Senf und grüner Lebensmittelfarbe. Fangen wir aber erst einmal von vorne an:

Was ist Wasabi überhaupt?

Wasabi ist ein japanischer Wurzelstock, der auch „Wassermeerrettich“ genannt wird. Die grüne Wurzel benötigt nämlich sehr viel sauberes Wasser, um zu wachsen. Senföle sorgen für die typische Schärfe von Wasabi, welche die Nasenschleimhaut angreifen. Im Gegensatz zu Chili, bei der die Schärfe im Mund wahrgenommen wird, steigt bei der Wasabi-Wurzel daher die Schärfe in die Nase. Ähnlich wie die Schärfe ist auch der Geschmack mit dem von Meerrettich zu vergleichen. Kein Wunder also, dass man echten Wasabi easy durch Meerrettich kopieren kann – und kaum einer merkt’s! Außerdem gilt übrigens: je frischer, desto aromatischer.

Wie man Fake-Wasabi erkennt

Jetzt wollt ihr sicherlich wissen, woran ihr denn nun die billige, grüne Meerrettich-Paste von dem echten Wasabi unterscheiden könnt, oder? Wir verraten es euch: Ihr könnt sogar allein durchs Hinsehen erkennen, was bei euch auf dem Teller liegt und ob es sich um eine Wasabi Kopie handelt. Echter Wasabi hat ein pastellfarbiges Mintgrün, während die Kopie knallig grün leuchtet. Geschmacklich ist die Fakepaste eher säuerlich-scharf. Handelt es sich um original Wasabi, könnt ihr einen deutlich komplexeren, fruchtig süßlichen Geschmack wahrnehmen, der zudem nicht ganz so scharf ist wie Meerrettich. Wasabi-Schärfe ist nämlich easy auszuhalten! Ein weiterer Punkt, wie ihr echten Wasabi identifizieren könnt ist die Konsistenz, denn der Wurzelstock wird nämlich gerieben und besteht deshalb aus kleinen Stückchen – anders als die cremige Meerreettich Paste.

Warum es bei uns keinen echten Wasabi gibt

Das grüne Wurzelgemüse scheint viel besser auszusehen und zu schmecken als die Meerrettich-Kopie – aber wieso servieren die meisten Restaurants dann die billige Paste? Das liegt daran, dass echter Wasabi extrem teuer ist! Er ist nur sehr schwer anzubauen. Ganze 24 Monate braucht er nämlich um zu reifen und wächst wild nur am Rande von Flüssen und Bächen Japans und auf der russischen Insel Sachalin. In Europa zahlt man daher zwischen 140 und 300 Euro für ein Kilogramm – ganz schön teuer oder? Das ist auch der Hauptgrund, wieso die meisten Sushi Restaurants sich das teure Gemüse nicht leisten können und zu der Billigvariante greifen.

Keine Enttäuschung!

Ihr müsst allerdings nicht allzu enttäuscht sein. Selbst in Japan, woher die Wurzel schließlich stammt, gibt es kaum Restaurants, die frischen Wasabi zu ihrem Sushi servieren. Denn nicht nur der Preis ist ausschlaggebend für die Seltenheit von echtem Wasabi. Ein anderer Grund für den Schwindel ist nämlich, dass eine frisch geriebene Wurzel nur 20 Minuten haltbar ist. Danach verfliegt nämlich der ganze Geschmack, was bei einem solch teueren Gemüse ziemlich ärgerlich wäre. Und wenn man das alles so weiß, ist es doch nur noch halb so schlimm eine Meerrettich-Paste serviert zu bekommen, die unserem Sushi noch mehr Schärfe-Kick verleiht als echter Wasabi und die zudem auch nach zwei Stunden Sushi-All-You-Can-Eat noch ihren vollen Geschmack beibehält, oder?

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Wenn ihr euch für noch mehr Lebensmittelmythen interessiert, lest doch mal unsere Story über die Umweltsünde Avocado! Dort klären wir euch darüber auf, was an dem Mythos dran ist und ob ihr weiterhin bedenkenlos Avocados essen könnt.

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