Cold Brew Coffee ist das Getränk für Kaffeeliebhaber und Experimentierfreudige im Sommer. Seit der Trend vor zwei Jahren seinen Einzug auf Kreidetafeln alternativer Cafés gehalten hat, springt er uns diesen Sommer überall entgegen.

Man muss nicht mit Jutetasche ausgestattet sein, um den Hype verstehen zu können. Sobald ihr einmal einen Cold Brew getrunken habt, gehört ihr selbst zu den Missionierenden. Zum Einen ist es ein völlig neues geweckt werden am Morgen, als ihr es von eurem in der Chemex zubereiteten Filterkaffee gewohnt seid, zum Anderen ist er an Einfachheit kaum zu überbieten, man braucht lediglich:

Zutaten

500 ml Cold Brew Coffee
  • 100 g Kaffee nach Wahl (gerne etwas gröber als für den morgendlichen Filterkaffee)
  • 500 ml kaltes gefiltertes Wasser
  • Gefäß zum Durchziehen lassen
  • Deckel für das Gefäß oder Frischhaltefolie
  • Kaffeefilter

Zubereitung

  1. Ihr gebt den Kaffee in euer Gefäß und übergießt ihn langsam mit dem kalten Wasser. Achtet darauf, dass das Kaffeepulver komplett unter Wasser ist und rührt kurz um.
  2. Bedeckt euer Gefäß und lasst euren Cold Brew Coffee ruhen. Hierbei gibt es unterschiedliche Philosophien; einige schwören auf zehn Stunden im Kühlschrank, andere auf bis zu 24 Stunden bei Raumtemperatur. Wir stellen ihn für zwölf Stunden in den Kühlschrank, schmeckt uns am Besten und ist frühs dann erfrischend kühl.
  3. Nachdem ihr jetzt zehn Stunden oder länger über Nacht gewartet habt, filtert ihr den Kaffee und fertig ist euer kaltes, flüssiges Glück. Im Kühlschrank hält sich das Ganze gut verschlossen einige Tage; länger haben wir keine Erfahrung damit, es wird bei uns zu schnell genossen.

Wenn ich kalten Kaffee will, kann ich den doch auch ganz normal machen und einfach kalt werden lassen?

Berechtigter Einwand, aber normal ist uns eben auch mal zu langweilig. Natürlich ist nicht der einzige Vorteil von Cold Brew, dass es fancy ist und man selbst dann ein Hipster; da kann man auch Mate trinken. Den Hauptunterschied zwischen Filterkaffee und Cold Brew merkt ihr beim Geschmack. Heißes Wasser löst nämlich viel mehr Bitterstoffe aus dem Kaffeepulver, im Gegensatz zu kalten Wasser, in dem Kaffee ganz langsam das Aroma entfalten kann. Cold Brew intensiviert den Geschmack, ist aber milder als heiß gebrühter Kaffee. Wenn ihr in im Kühlschrank ziehen lasst, ist er am nächsten Morgen nicht nur geil kalt, sondern versorgt euch durch eine Extraportion Koffein auch noch mit einem richtigen Kickstart.

Noch ein paar Tipps:

  • Wenn ihr eine French Press habt, könnt ihr auch darin den Cold Brew ziehen lassen und am nächsten Morgen ganz normal das Pulver nach unten pressen und abgießen.
  • Ihr könnt euren Cold Brew auch super einfrieren, um zukünftig Eiskaffees nicht mit Wasser-Eiswürfeln zu verwässern.
  • Falls euch das Cold Brew-Extrakt zu stark ist, findet ihr hier noch weitere Tipps zum Mischen und Experimentieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Wachwerden.

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, probiert doch auch mal unser Rezept für Cold Brew Tea!